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Autor Thema: Monte mare rengsdorf Promoplast Rutschen  (Gelesen 12776 mal)

Offline Hawkeye

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Re: Monte mare rengsdorf Promoplast Rutschen
« Antwort #15 am: August 31, 2017, 09:24:15 Vormittag »
Nachdem 2008 ja das Wellenbad mit seinen Rutschen geschlossen wurde wird nun auch zum 15. Okt. 2017 die Saunalandschaft geschlossen. Man wollte wohl ein Hotel und barrierefreie Wohnungen bauen, aber Rengsdorf hat sein Veto eingelegt, man hatte wohl schiss das es die Leute aus Rengsdorf "City" ziehen würde.

Hier ein Kommentar zur Schließung im Video

http://tv-mittelrhein.de/tvm/mediathek_tvm/details_tvm.de.jsp?video_id=12159

Rutscherlebnis-Community.de

Re: Monte mare rengsdorf Promoplast Rutschen
« Antwort #15 am: August 31, 2017, 09:24:15 Vormittag »

Offline Cjunkie

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Re: Monte mare rengsdorf Promoplast Rutschen
« Antwort #16 am: August 19, 2018, 10:58:53 Vormittag »
Wirklich schade, wie immer mehr PPK Rutschen zunichte gemacht werden.z.B. Der Grüne Hai im Miramar... Es ist
echt traurig zuzusehen, wie diese augenscheinlich sehr netten Rutschen immer mehr verfallen und letztendlich wahrscheinlich dran glauben müssen. :'(
Wasserrutschenjunkie👍

Favourit Slides:

1.Insano/Beach Park/Brasilien
2.Stukas Boom/Caneva Apuapark/Italien
3.Kilimandscharo/Aldeia das Aguas Park Resorts/Brasilien
4.Captain SpaceMaker/Apualandia/Italien
5.Freefall/Area 47/Tirol

(Alle Fünf Rutschen bereits selbst gerutscht)

Offline Windfisch

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Re: Monte mare rengsdorf Promoplast Rutschen
« Antwort #17 am: August 19, 2018, 14:21:36 Nachmittag »
Die Leute haben sich eben zu unserem Leidwesen anders entwickelt. Die erwachsenen sind für Rutschen und Co. "zu erwachsen" und wollen nur schwimmen, dafür aber nicht den Eintritt für ein Freizeitbad ausgeben. Wofür sie Eintritt ausgeben, sind Wellnesslandschaften. Da die Anforderungen und der Stress im Beruf für die, die einen halbwegs gut bezahlten Job haben, stetig steigen, ist die Sehnsucht nach Entspannung auch größer denn je. Wenn man nur eine Holzhütte auf 90 Grad erwärmen und einmal pro Stunde einen mit Eimer und Kelle hineinschicken muss, und die Leute dafür dann bereitwillig 20 Euro Eintritt bezahlen, und im Gegenzug sich beschweren, wenn der Eintritt für eine High-Tech-Rutsche, von denen es nicht mal eine Handvoll in Deutschland gibt, um schlappe 60Cent erhöht wird, dann ist klar, was in der Zukunft verstärkt gebaut wird. Und da diesen Leuten dann ein viereckiges 25- oder 50m-Becken im Badbereich reicht, wird auch nur so etwas gebaut, wenn wir Glück haben, kommt dann für die Kinder noch eine 50-70m Standard-Acht irgendwo als Randnotiz dazu. Und die wirklichen Rutschenfans müssen sich dann halt mit Läden wie der Therme Erding, AquaMagis oder den Kristallbädern begnügen, die ob der Konzentration von Badegästen sich dann auch keine besondere Mühe geben müssen und Unsinn wie Wetterpoker oder Abzocke wie 2 Euro pro Rutschdurchgang veranstalten können - bei gleichzeitigem "LeckAr..." Umgang, wenn etwas defekt ist. Kurzum: Die Leute sind im Badbereich mit billiger Massenware zufrieden, für Schnörkel, Individualität und mein Lieblingswort, das mit "H" anfängt :D gibt kaum einer Geld aus.

Das gleiche beobachte ich auch bei der Gastronomie. Insbesondere bei Asiaten kann man das sehen. Überall schießen die "Fresstempel" mit Riesenbuffet und mongolischem Grill wie die Pilze aus dem Boden. Weil das ein ganz simples Konzept ist. Das Buffet kommt aus dem TK-Sortiment von Divodo, Wessendorf und Co., das kann man nach Methode "Tüte auf, rein in die Fritteuse und ab ins Buffet" servieren. Und der mongolische Grill ist auch kein Hexenwerk. Etwas rohes Fleisch und Gemüse ins Buffet legen, ein paar Fertigsoßen dazu (ja, die schmecken überall nahezu gleich) und der Kunde übernimmt den Akt des Servierens - verkauft dann als "Erlebnisgastronomie". Auf der anderen Seite überleben dann nur noch die Asia-Imbisse, die das gleiche Fertigessen in die Fritteuse werfen, es aber in der Pappbox "to go" für den halben Preis anbieten können.
Und richtige Familienbetriebe wie mein Stamm-Chinese haben es wirklich schwer. Der schrammte einige Jahre immer ganz dicht am Rande des Untergangs entlang, bis er irgendwann auf glutamatfrei, extrem sparsame Verwendung von Convenience-Produkten und Herausheben der "familiären Atmosphäre" umstellte. Er ist leider eine Ausnahme in der Gastronomieszene. Das Gros der Gäste sind bei ihm auch Stammgäste, die immer wieder kommen, weniger Laufkundschaft. Sein Preisniveau ist im selben Bereich der "Fresstempel", nur halt mit einem Bruchteil der Speisen im Buffet, und die Speisekarte selbst ist zwar groß, besteht aber im Grunde genommen auch "nur" aus einer Handvoll Komponenten in jeder möglichen Kombination.

Und wenn man die Wahl hat, dann bevorzugt die Masse dann doch lieber den "einfachen" Weg, nur wer sein Fach wirklich liebt, geht den schwierigen.

Für uns bedeutet es halt, die letzten Kleinode so lange zu genießen, wie sie in ihrer alten Schönheit noch vorhanden sind, versuchen, die Schätze auszugraben, die es durchaus noch gibt und zu unterstützen, so gut wir es können, oder an der Massenware versuchen, etwas gutes zu finden - oder weitersegeln. Es gibt noch eine Menge zu tun.

Und vor allem müssen wir, wenn wir einen solchen Schatz gehoben haben, das Personal dort auch wissen lassen, was er uns bedeutet! Ich habe schon oft Schwimmmeister erlebt, die sich wunderten, warum ich in einer bestimmten Region wegen eines augenscheinlich 08/15-Bades Urlaub machte. Als ich dann das "Warum" erklärte, waren sie erst verwundert und dann nicht selten wirklich erfreut und geschmeichelt, da ich "einer von ganz wenigen sei, der das erkennt und zu schätzen weiß".
When life gives you data - make clusters!