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Erlebnisberichte / Re: Atlantis Dorsten
« Letzter Beitrag von bamito am Heute um 03:18:26 »
Ich klatsch meinen Bericht hier einfach mal ran, damit nicht alle naselang neue Threads auftauchen. Sofern ihr aber nicht die Karteileichen hochziehen wollt, sagt Bescheid, dann mach ich diesbezüglich einen neuen auf.

Auch ich war jetzt mal wieder im Atlantis, nach längerer Abstinenz. In meiner Kindheit war ich eine Zeit lang jede Woche dort (manchmal muss man auch einfach Glück haben :D), dann jedoch aus irgendwelchen Gründen tatsächlich einige Jahre nicht mehr...kp worans lag, denn schlecht ist das Bad nicht, ganz im Gegenteil.

Wieder war ich in Begleitung dort, allerdings diesmal mit weiblicher. Viel geändert hatte sich seit meinem letzten Besuch nicht, das einzig wirklich neue war sie Edelstahlrutsche außen, doch dazu später mehr.

Da wir beide auch das Bahia in Bocholt kennen, fiel uns natürlich die Ähnlichkeit auf (sie kannte es noch nicht und ich habe es auch erst vor kurzem kennengelernt). Gestaltung in beiden Fällen tropisch, reichlich Wasserangebote und Becken, Außenbecken etc.. Man könnte meinen, die Bäder gehören zur selben Gruppe.

Das Erlebnisbecken bietet natürlich reichlich Attraktionen, sodass einem so schnell auch nicht langweilig wird. An allen Ecken ergießt sich Wasser ins Becken, ein gar nicht mal schlechter Strömungskanal und Whirlpool, Wasserpilz etc...kurz, hier gibts wirklich alles :D

Ins Becken mündet auch die erste Rutsche, die auch den Aufgang selbst im Becken hat. Hab ich so auch noch nicht gesehen. Der Start liegt relativ zentral unter der großen Kuppel. Nach einer kurzen geraden gibt es einen doch ziemlich harten Richtungswechsel, der einen selbst bei dem doch gemächlichen Tempo der Rutsche schön umherwirft. Danach geht es draußen durch eine Vollröhre durch eine Kurve, bevor es wieder nach innen geht. Hier gibts nochmal einen Richtungswechsel, der allerdings nicht ganz so hart wie der erste ist. Unangenehm sind allerdings die Fugen im Bereich der Halbschale, die sind schon recht markant. Tut nicht groß weh, aber stört schon. Das war aber auch schon bei der Eröffnung 2001 so, habe mich immer gefragt, warum man das nicht mal verbessern konnte. Zu zweit macht die Rutsche auch noch mal Spaß, mit ein wenig Experimentieren sind zumindest wir zu einer schnelleren Rutschfahrt gekommen. Wahrscheinlich ungewollt ist der Start, der ist nämlich so breit wie mein Oberschenkel, sodass dort des Öfteren mal das Wasser aufgestaut wird. Insgesamt ganz nett, hätte aber auch ruhig höher starten können. Habe mich gestern ohnehin gefragt, warum man hier nicht wie im Aqualibi den Turm hochzieht und oben noch mal zwei Rutschen unter dem Dach starten lässt. Da wäre dann sogar eine richtige Turbo untergekommen.

Danach ging es nach draußen, das Außenbecken war trotz des warmen Wochenendes arschkalt, selbst die Lufttemperatur war höher :D Dann erst mal hoch zum Start der Außenrutsche, die aus zwei 90-Grad-Kurven besteht. Haben uns auch erst gedacht "Kinderrutsche, das kann doch nix sein" - weit gefehlt! Die Rutsche ist nämlich deutlich schneller und besser als erwartet. Wenn man mit ein wenig Schwung startet, so hat man in der zweiten Kurve zweimal das Gefühl, der Rutschenwand doch gefährlich nahe zu kommen, da man derart hochschaukelt. Aber gut, ist ja auch ne Stahlrutsche. Mit etwas Schwung und dem richtigen Winkel kann man sogar noch ein wenig rausholen. Sehr schön ist der Plumpsauslauf ins Becken, macht Spaß. Bei hohem Speed kann man auch ordentliche Fontänen produzieren. Fazit: Der Wolf im Schafspelz. Unerwartet gut und eine nette Ergänzung.

Danach ging es erst mal ins Solebecken, aufwärmen. Angenehm hohe Temperatur und auch hier von früher noch bekannt, gerade im Winter sehr angenehm. Mittlerweile gibt es wohl auch Musik unter Wasser, was mir auch nur nebenbei aufgefallen ist. Hatte mich einmal etwas geneigt und bin mit einem Ohr unter Wasser gekommen. Dachte schon, Kirchenglocken zu hören, aber von der City kam nichts rüber. Von diversen Berichten hier hatte ich aber geahnt, dass ich sowas hier schon mal gelesen habe und tatsächlich, da spielt die Musik unterm Wasser :D Ich frage mich immer noch, wie man das macht.

Drinnen gings dann ab in den Rutschenturm, welcher wie das restliche Bad an eine Dienstag leergefegt war. Wir hatten ungelogen nur uns selbst als Vordermann (oder -frau ;)), ansonsten gab es exakt 0 Wartezeit. Fangen wir an bei der "Turbo"rutsche in blau. Wie in eigentlich allen Berichten zu lesen ist das hier eher eine Einsteigerturbo, die ich früher zwar schon gerutscht bin, ich aber damals noch als ziemlich heftig empfand - oft habe ich mich nicht getraut, wer  meine Beiträge liest, weiß warum :P Mittlerweile ist das Ding natürlich nicht mehr wirklich spannend, dennoch nicht uninteressant, da nach dem großen Jump (Gefälle ist hier wirklich das falsche Wort) eine doch recht enge Kurve kommt, die einen schön in die Bahn drückt. Von den G-Kräften auf jeden Fall ne nette Sache, auch wenn ich keinen wirklichen Vergleichswert habe. Wie viel krasser sind den die richtigen Hammer so, nach eurer Einschätzung? Was allerdings etwas suboptimal ist, ist das Drehkreuz. Dieses steht leider schon so weit im Eingang, dass man nur wenig Schwung holen kann. Dazu kann auch dann hindurchschreiten, wenn der VOrdermann noch in der Rutsche ist, also irgendwie sehr sinnlos.

Ganz oben startet dann unter anderem die Black Hole. Die hat sich im Vergleich zu früher deutlich verändert, die hatte nämlich mal deutlich mehr Effekte. Wirklich dunkel war es dort nie, das dunkelste war noch die gerade vor der lichtdurchlässigen Schlusskurve. Mittlerweile gibt es nur noch die schwächer gewordenen Laufringe zu Beginn und die Blitzer, die man aber kaum noch wahrnimmt. Dazwischen tiefste Schwärze, was aber irgendwie auch besser passt. Die neueren Black Holes sind ja eher Discos als wirkliche Black Holes....den in einigen Berichten erwähnten Jump konnte ich allerdings nicht finden ;) Wenn man sich hier mit ordentlich Schwung in die Rutsche wirft, kann man allerdings deutlich höhere Geschwindigkeiten erreichen, da merkt man dann auch in den Kurven schon G-Kräfte.

Zuletzt bleibt noch die grüne Reifenrutsche. Da waren wir gemischter Meinung. Die Reifen sind eigentlich viel zu klein und das trotz der 140er-Röhre. Blöderweise dreht man sich auch in der Rutsche, sodass man kaum gute Zeiten erreichen kann (die Zeitmessanlage ist auch nachgerüstet). Ohne Reifen zu rutschen ist hier auch gestattet, aber dann eher langweilig. Spannend wird es hingegen bei 2 Reifen direkt hintereinander, wenn man sich festhält. Dadurch dreht man sich nicht mehr und hat durch das höhere Gesamtgewicht eine deutlich höhere Geschwindigkeit. Dadurch nimmt man den zweiten von 3 Richtungswechseln so hart, dass man dort zwangsweise ins Taumeln gerät und meistens wirklich umkippt. So macht das Teil wirklich Laune! Schade, dass es keine Doppelreifen gibt....

Es gibt zwar für alle Rutschen Monitore an den Starts, aber bei uns zeigten diese nur Standbilder von den (wahrscheinlich morgens) noch leeren Auslaufbecken.

Interessant wird es noch mal im Dunkeln. Dann werden die Rutschen teilweise von unten angestrahlt, sodass insbesondere in der Reifenrutsche eine echt angenehme Atmosphäre herrscht. Bei der Black Hole sieht man davon erwartungsgemäß nicht viel, die Turbo hat nur das Gefälle beleuchtet, sodass die Kurve nicht vorherzusehen ist. Auch in der Halle ist die Stimmung genial, die ganze Kuppel wird leicht beleuchtet und auch die Becken sind stimmungsvoll erhellt. Gerade vom Start der Rutsche in der Mitte der Halle macht es einfach Spaß, mal durch die Halle zu gucken.

So viel von mir, Kritik und Anregungen sind gern gesehen! :)

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Erlebnisberichte / Re: Aquapark Centrum Babylon (Teplice, CZ) 28.3.2013
« Letzter Beitrag von Schwimmbadfan TR am Oktober 18, 2017, 21:10:15 Nachmittag »
Die Videobeschreibungen sind keine Bewertungen, daher wird die Fugenqualität meist nicht erwähnt. Dass der Bericht noch nicht online ist, ist tatsächlich ärgerlich. Sorry dafür! Bei unserem Besuch waren die Fugen zwar schon unangenehm, aber nicht wirklich schmerzhaft, mit Ausnahme des Bowls.
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Erlebnisberichte / Re: Aquapark Centrum Babylon (Teplice, CZ) 28.3.2013
« Letzter Beitrag von Otto Normalrutscher am Oktober 18, 2017, 20:23:53 Nachmittag »
Dieser Bericht hätte mir eine Warnung sein sollen.
Aber weil der obige Bericht von Flyer ja schon etwas älter ist und die Jungs von Tuberides sich in den Videobeschreibungen (Der Bericht ist ja leider noch nicht online.) recht positiv über die Rutschen im Babylon geäußert haben, dachte ich, ich gebe dem Bad mal eine Chance. Also bin ich nach Liberec gefahren und habe es zusammen mit dem Stadtbad besucht.

Flyers Besuch ist zwar deutlich länger her als der von Tuberides, trotzdem muss ich mich seiner Meinung anschließen.



Meine Ergänzungen zum Bericht:
-Das Babylon ist in Liberec, nicht in Teplice.
-Die Eintrittspreise sind für tschechische Verhältnisse recht teuer, für deutsche akzeptabel, aber ziemlich seltsam und unübersichtlich gestaffelt.
-Die Wasserlandschaft ist im Stil der Geschichten von Jules Verne gestaltet – und das zugegeben auf geniale Weise.
-Die Rutschen haben wieder Ampeln. Die sind zeitgesteuert und schalten recht schnell.
-Die spiralförmigen Lauflichtringe in der Galaxie sind wieder in Betrieb und ziemlich cool.
-Der Strömungskreisel ist relativ harmlos.
-Es gibt auch einen kleinen feinen Saunabereich, der im Eintrittspreis inkludiert ist. Er ist hinter den Höhlen versteckt und durch ein seltsames Labyrinth von Stoffwänden abgetrennt, damit niemand die nackten Saunagänger sehen muss. Dort findet man ein Dampfbad, eine Sauna, Regenduschen und ein Kaltwasserbecken - alles wunderschön in die Felslandschaft integriert.
-Ich war wirklich sehr gespannt auf die Lasershow, die ja unter dem Tuberides-Video empfohlen wurde. Sie war jedoch außer Betrieb. Davon stand jedoch kein Wort auf Facebook oder auf der Internetseite, wo intensiv mit der Lasershow geworben wird, auch an der Kasse wurde nichts gesagt. Ich habe es erst im Bad von einigen vergilbten Papierschildern erfahren, die dort offensichtlich schon länger hingen – das technische Problem ist also nicht erst an diesem Tag aufgetaucht.
-Die Fugen der Rutschen gehen gar nicht! Nur die kleine Breitrutsche ist schmerzfrei. Auf der Anakonda wurden einige Fugen neu beschichtet, allerdings nur ungefähr jede Dritte. Das reicht bei Weitem nicht. Und der Trichter ist am allerschlimmsten, schon die Anlaufröhre zwickt, aber im Trichter wird es dann richtig übel (wenigstens kann man sich dann hinsetzen). Diese Rutschen brauchen dringend eine komplett neue Beschichtung oder zumindest Matten.

Für Familien ist der Aquapark mit seiner genialen Gestaltung und vielen Kinderbereichen sicherlich lohnenswert. Die Rutschen kann man jedoch vergessen. Für Rutscher, die einen Ausflug zur tollen Edelstahlrutsche im Bazén Liberec machen, kann ein Abstecher ins Babylon vielleicht lohnenswert sein, um sich die Lasershow und die schöne Gestaltung anzusehen.
So jedoch, ohne Lasershow, bereue ich es, in diesem Bad Zeit und Geld gelassen zu haben.

Tuberides, eine Frage an euch: Wieso erwähnt ihr die schlechten Fugen nicht in euren Videobeschreibungen? Jetzt sind womöglich noch mehr Leute wegen eurer Videos hingefahren und haben sich einen roten Rücken geholt.
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Erlebnisberichte / Re: Bazén in Liberec
« Letzter Beitrag von Schwimmbadfan TR am Oktober 18, 2017, 16:47:57 Nachmittag »
Das Bad kannte ich noch gar nicht, wir werden sicher dort irgendwann mal vorbeischauen. Danke für den Bericht!
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Erlebnisberichte / Re: Bazén in Liberec
« Letzter Beitrag von Hawkeye am Oktober 18, 2017, 15:09:40 Nachmittag »
Super Bericht. Hab auf Youtube Onride Videos zu beiden Rutschen gefunden

die Rote :  https://www.youtube.com/watch?v=ba32RO1OwhY

Wiegand :  https://www.youtube.com/watch?v=n2g-rIPnk0Y
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Erlebnisberichte / Bazén in Liberec
« Letzter Beitrag von Otto Normalrutscher am Oktober 18, 2017, 14:47:59 Nachmittag »
www.bazen-info.cz

In der schönen tschechischen Stadt Liberec (Reichenberg) gibt es neben dem bekannten Centrum Babylon noch ein zweites Bad, die städtische Schwimmhalle – und die macht dem Babylon überraschenderweise durchaus Konkurrenz.
Als ich den Eingangsbereich betreten habe, war mein erster Gedanke jedoch: Oh, haben die etwa zu?
Und mein zweiter Gedanke: Oh Gott, wo bin ich denn hier gelandet? ???
Der Eingangsbereich, die Schränke und Duschen wirken sehr düster und veraltet. Hässliches Wellblech und rotbraune Fliesen haben mich zunächst abgeschreckt.
Zwei Stunden kosten unter 4 Euro, da kann man sich nicht beklagen. Obwohl sehr wenig Betrieb herrschte, waren gleich drei Kassen geöffnet und besetzt: eine Infokasse, eine Kasse zum Erwerben der Eintrittskarten und eine Kasse, wo man sich gegen ca. 4 Euro Pfand ein Vorhängeschloss für die Schränke ausleihen kann.



Umkleidekabinen gibt es leider nicht, dafür ausreichend Schränke. Die sind uralt und machen den Eindruck, als könnte ein muskulöser Mann die Tür inklusive Vorhängeschloss mit einem kräftigen Ruck herausreißen...
Danach wird man freundlich zum Duschen aufgefordert. Und da man offenbar befürchtet, einige Besucher würden dieser Aufforderung trotzdem nicht nachkommen, muss man ein flaches Becken durchwaten, um in die Schwimmhalle zu gelangen. Dort werden plötzlich per Lichtschranke Wasserdüsen an der Seite ausgelöst. Da habe ich mich echt erschrocken.



Für Frauen und Männer gibt es komplett getrennte Umkleiden und Duschen, sie betreten die Schwimmhalle also auch an ganz unterschiedlichen Enden. Ein kleines, miefiges Dampfbad und der Zugang zur Saunalanschaft befinden sich neben den Duschen und sind demzufolge ebenfalls strikt nach Geschlecht getrennt. Auch in der Sauna wird sehr viel Wert auf Anstand gelegt, wie ich auf der Website gelesen habe: Die Saunen sind nach Geschlecht getrennt, lediglich einmal in der Woche zu einer bestimmten Zeit ist gemischtes Saunieren möglich, und zwar nur für Paare.
Eine echte Besonderheit ist der Kinder-Saunabereich für Kinder bis 12 Jahre, inklusive Dampfbad, Sauna, Kaltwasserbecken und Ruheraum. Auch gemischtes Saunieren ist dort offenbar kein Problem.



So, jetzt aber zur Schwimmhalle. Im Mittelpunkt befindet sich ein 50-m-Schwimmbecken mit Startblöcken und Sprungtürmen. Von der Empore ergießen sich Wasserfälle ins Becken, hübsch gemacht. Auch Tribünen dürfen in einem Sportbad natürlich nicht fehlen.
Die Halle ist hell und freundlich. So konnte ich diesem Retro-Bäderstil doch noch etwas abgewinnen.



Hinter den Sprungtürmen befindet sich ein langgezogenes, schön warmes Entspannungsbecken mit Sprudelliegen und Massagedüsen. Es enthält angeblich Salzwasser, aber zu merken ist davon nicht viel. Trotzdem ist es für Kinder unter 12 verboten.
Daneben verläuft ein Kneipp-Gang mit heißem und kaltem Wasser, und hinter dem Entspannungsbecken befindet sich noch ein 25-m-Becken mit Startblöcken.



Von da aus gelangt man noch zum Tauchturm und zu einer Edelstahl-Breitrutsche von Wiegand mit separatem Flachwasserauslauf. Die Breitrutsche stammt aus dem Jahr 2012, ist 3,48 m hoch und 14,4 m lang. Mir kam sie schneller und heftiger vor als andere Rutschen dieses Typs, auf der zweiten Welle kann man auch abheben. Sehr spaßiges Ding!



In einer anderen Ecke verbergen sich noch diese beiden warmen Whirlpools, die immer abwechselnd sprudeln, und dahinter ein kühles Lehrschwimmbecken mit Treppe.
Es ist wirklich ungewöhnlich, dass sich das Bad so stark sowohl auf Sport als auch auf Erlebnis und Entspannung zugeschnitten hat. Für Sportschwimmer ist das Angebot sehr groß. Während ich im Bad war, fand ein Kindergarten-Schwimmkurs statt. In anderen Bädern wird deswegen die ganze Schwimmhalle, das ganze oder zumindest ein Teil des Sportbeckens für die Öffentlichkeit gesperrt. Hier hingegen habe ich kaum etwas davon mitbekommen.



In einem neuen, hellen Anbau befindet sich der Kinderbereich mit einem Spritzpilz, einer Edelstahl-Freirutsche für Kinder und einer Art Baby-Strömungskanal. Ferner befinden sich hier die Ausläufe der Rutschen und der Zugang ins Außenbecken. Bevor das Becken nach draußen führt, gibt es noch ein paar Sprudelliegen.



Das Außenbecken unter den Rutschen wirkt ein wenig eng und gequetscht, ist aber recht vielseitig. Der dortige Strömungskanal ist sehr, sehr schnell. Die Grotte hat keinen Wasserfall, lässt sich aber gut als Selfmade-Wellenbecken benutzen. Ob das beabsichtigt ist, weiß ich nicht. Genau über der Grotte liegt die Kabine des Bademeisters. Durch ein kleines Fenster kann man seine Schuhsohlen sehen.
In einer Ecke und in der Mitte des Strömungskanals liegen weitere Sprudelliegen. Das Wasser, das aus den Düsen kommt, ist etwas wärmer, aber wer richtig entspannen will, sollte sich lieber in die Sprudelbecken drinnen legen. Das Wasser im Außenbecken ist generell zu kühl, im Herbst geht es noch, aber im Winter ist das bestimmt unangenehm.



Und dann bietet die Schwimmhalle von Liberec noch zwei Rutschen, eine rote und eine aus Edelstahl. Sie verlaufen abwechselnd draußen, drinnen und wieder draußen, durchbrechen also zweimal die Wand, ziemlich cool gemacht. Beide Rutschen sind besonders lang und haben nur eine einzige Vollhelix (die rote am Ende, die silberne am Anfang), ansonsten besteht der Verlauf aus Schaukelkurven. Das klingt doch vielversprechend!



Neben dem Anbau führt eine Wendeltreppe hinauf zu den Starts. Die rote Rutsche startet noch auf der Empore. Sie besteht aus Kunststoff, stammt bereits aus dem Jahr 1997, startet in 11 m Höhe und ist 99 m lang. Die außen liegenden Abschnitte sind durchsichtig übertunnelt, der Abschnitt drinnen ist offen. Die Rutsche ist zwar nicht allzu schnell, dafür aber sehr schaukelig. Besonders die engen Zick-Zack-Kurven im Innenbereich sind lustig. Die Fugen sind weniger lustig, eine Neubeschichtung wäre ganz gut. Trotzdem ganz nett, kann man ein paarmal rutschen.



Die Edelstahl-Rutsche von Wiegang stammt aus dem Jahr 2006 und startet in 14,78 m Höhe, in einem großzügigen Raum oben im Rutschenturm, wo auch noch Platz für weitere Rutschenstarts wäre.
Ihre Länge beträgt laut Rutschanleitung 144,8 m. Das Bad rechnet offenbar noch den Auslauf dazu und wirbt mit 150,3 m, damit soll es sich um die „längste Rutsche zwischen München und Moskau“ handeln. Ob das stimmt? Der Wildbach Canyon im Aquapalace Prag misst ja auch etwa 150 m, und wenn man die hintereinanderliegenden Wildbäche im Aquapalace als eine Rutsche sieht, dann ist die Rutsche in Liberec sowieso getoppt.



Auf jeden Fall ist die Rutsche super. Als einzige Rutsche in Liberec (von Breitrutschen mal abgesehen) hat sie keine schlechten Fugen, bei einer Edelstahlrutsche versteht sich das ja von selbst. Die außen liegenden Abschnitte sind als dunkle Röhrenrutsche ausgeführt, der Abschnitt drinnen hat eine durchsichtige Tunnelabdeckung. Im ersten Teil gibt es farbwechselnde Lichtspots, während man wie ein geölter Blitz immer mehr beschleunigt. Im Abschnitt drinnen baut man das Tempo wieder etwas ab, während man wild hin- und herschwingt und sogar an die Begrenzung der Tunnelabdeckung stößt. Der letzte Röhrenteil ist immer noch recht schnell und hat weiße Lichtspots.
Ganz egal, ob das mit dem Rekord zwischen München und Moskau stimmt – auf jeden Fall dürfte das nicht nur die längste, sondern auch die beste aller „gewöhnlichen“ Tunnel- und Röhrenrutschen in Tschechien sein. Auch unter allen Edelstahlrutschen insgesamt nimmt sie sicherlich einen hohen Rang ein.



Fazit: Für Sportschwimmer und Rutscher ist der Bazén Liberec bestens geeignet, die Edelstahlrutsche ist wirklich große Klasse und besser als die Rutschen im benachbarten Babylon. Auch Familien haben hier einen schönen Kinderbereich und als Besonderheit die Kindersauna, allerdings dürfte der Aquapark Babylon mit seiner umwerfenden Gestaltung für sie noch attraktiver sein.
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News und Ankündigungen / Re: Aquamagis Plettenberg: 3 neue Rutschen [2018]
« Letzter Beitrag von tuberides1 am Oktober 17, 2017, 10:36:00 Vormittag »
Ich könnte mir durchaus auch einen Wildwasserfluss o.Ä. im Außengelände vorstellen, dafür wäre dann auch kein neuer Turm nötig. Ich glaube sogar, dass es denkbar wäre, den Außenbereich des jetzigen Textil-Saunabereichs zu nutzen, da dieser ja explizit als zusätzliche Wasserwelt für Familien ausgerichtet und somit nicht mal eine wirkliche Ruhezone ist.

Danach wirds aber tatsächlich etwas eng...
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News und Ankündigungen / Re: Aquamagis Plettenberg: 3 neue Rutschen [2018]
« Letzter Beitrag von bamito am Oktober 17, 2017, 00:33:17 Vormittag »
Laut diverser Zeitungsartikel, die ich so überflogen habe, soll der Umbau im Januar beginnen. Also bleiben noch knapp 3 Monate mit der genialen Black Hole, bis das gute Stück etwas verschandelt wird :P

Dass sie die Investition in enien neuen Rutschenturm scheuen, kann man zumindest teilweise nachvollziehen. Das würde dann auf einen Schlag direkt um einiges teurer werden. Wahrscheinlich versucht man in diesem Ausbauschritt jetzt erst mal, den verbleibenden Turm so attraktiv wie möglich zu gestalten. Die alte Reifenrutsche ist ja jetzt wahrlich kein Publikumsmagnet. Vermutlich dürfte der nächste Ausbau tatsächlich einen neuen Turm mitbringen, weil dann alle Rutschen relativ gut oder einzigartig sind.
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Rund um den Spaß im Wasser / Rutschen-Kalender 2018 - jetzt verfügbar!
« Letzter Beitrag von tuberides1 am Oktober 16, 2017, 20:43:51 Nachmittag »


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News und Ankündigungen / Re: Aquamagis Plettenberg: 3 neue Rutschen [2018]
« Letzter Beitrag von Schwimmbadfan TR am Oktober 16, 2017, 20:02:00 Nachmittag »
Den Lärm sollte man tatsächlich nicht außer Acht lassen, die Turbine ist schon recht laut. Ich denke aber, da diese ja in Plettenberg nicht mehr zu einer Seite offen ist, dass es zumindest ein wenig leiser wird. Dennoch sollte man ggf. drüber nachdenken, die Rutsche nur in Intervallen zu betreiben. Bleibt abzuwarten, wie man es löst...
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