Beiträge von Flowrider

    Ich glaube, dass die Idee sicherheitsmäßig gut und die Verletzungsgefahr dabei recht niedrig wäre, aber dass es technisch und achitektonisch fast unmöglich wäre, sowas zu realisieren (grad mit den Luftnachfüllungen usw.).


    Wenn ich eine Loopingrutsche entwerfen müsste, dann würd ich das nicht mit einer Turborutschenröhre, sondern mit einer kastenförmigen Rinne machen, wie die Wiegand-Edelstahlfreefalls oder das Steilstück der Sprungschanzen von Klarer auch. Als Einstieg würde ich jetzt keinen Falltürstart verwenden. Die Starthöhe würde ich recht hoch halten (so 18m oder mehr), damit die Loopingschleife einen möglichst großen Radius hat (ist wahrscheinlich bequemer zum Durchrutschen). Der Looping selbst sollte wie bei Achterbahnen eine Klothoidenform (oder wie das heißt;) haben, damit am Scheitelpunkt der Radius am engsten ist und somit hier die größten Kräfte auftreten.

    Theoretisch gesehen kann man sogar in einem Flachwaserbecken ersaufen, zB. wenn man auf Extremrutschen wie dem Turboblitz oder dem Grünen Hai sich den Kopf anschlägt und ohnmächtig wird. Sowas ähnliches ist sogar mal auf einer Röhrenrutsche im Aquadroom Bochum passiert.

    Die Loopingrutsche ist einen guten Meter höher als in Köln, der Loop an sich könnte aber durchaus kleiner sein.


    Die Rutschen sehen eigentlich ganz nett aus; besonders bei der Turborutsche glaube ich, dass sie trotz der geringen Höhe recht heftig ist (wegen dem Jump am Ende). Die Loopingrutsche dürfte gern ein paar Meter höher sein, aber Falltürrutschen sind generell super und die Idee mit dem Glaselement im Turm ist auch cool. Der Aqua Racer ist mir irgendwie einfach zu kurz, gegen die Exemplare in Weinheim und Stein sieht der ziemlich blass aus.


    Irgendwann muss ich das F3 glaub mal besuchen, auch wenn mich die Preise bisher noch ein wenig abschrecken...

    Hi Bimbino


    Zum Crazy River: Die harten Kunststoffreifen, die es früher gab, wurden diese Saison durch normale Gummireifen ersetzt.
    Zur Black Hole: Wenn du in Google suchtst, findest du Bilder vom Auslauf der alten Rutsche, damals hatte sie noch keine Edelstahlrinne und keine Lichteffekte, also wirklich pechschwarz.
    Zum Verlauf hab ich hier eine kleine Grafik erstellt; sie zeigt den Verlauf der alten Black Hole (blau) und wo die neue Röhre verläuft und in die alte Röhre einsteigt (rot):

    Und mein zweiter Erlebnisbericht… ;)


    Am 2. August war ich im Caneva Aquapark bei Lazise am südlichen Gardasee zu Besuch. Bilder habe ich keine mitgebracht.
    Der Aquapark gehört zum Canevaworld Resort, welches auch einen Freizeitpark (Movieland Studios) und mehrere andere Veranstaltungen beinhaltet. Bevor man den Aquapark durch das großzügige Eingangsportal betritt, geht es erst einmal zur Kasse. Die Preise sind ziemlich gesalzen; für eine Erwachsenen-Tageskarte zahlt man 25€, kleinere Kinder kosten 19€. Zweistundentarife oder dergleichen gibt es nicht, allerdings kann man Karten für 2 Caneva-Parks an einem Tag kaufen, die nur geringfügig mehr kosten als eine Tageskarte für einen Park. Aber auch wenn einem die Preise hier hoch erscheinen, muss man bedenken, dass es sich um einen der größten Wasserparks Europas handelt. Ganze 19 Wasserrutschen gibt es hier; ein Angebot, das in Deutschland (mal abgesehen vom Galaxy Erding, das in einer ähnlichen Preislage mitspielt) alles überbieten würde.


    Hat man den Caneva Aquapark (der bis vor kurzem übrigens noch Aqua Paradise hieß) erst einmal betreten, gelangt man über eine Brücke zum „Fischerdorf“, einer schön gestalteten Straße mit Essensständen. Daneben befinden sich die Umkleidekabinen. Ehrlich gesagt finde ich, dass man die Kabinen gerne mal erneuern könnte, überall findet man nämlich Rost und Schmutz. Auch der Schließmechanismus quietscht wie ein altes Auto in der Vollbremsung. Ebenfalls eine Frechheit sind die Schließfächer, für deren Benutzung man weitere fünf Euro hinblechen muss.


    Hat man sich erst einmal umgezogen, kann man sich entweder erstmal gemütlich hinflaggen (es gibt jede Menge Liegeflächen im Park, sogar künstlich angelegte Sandstrände mit Sonnenliegen) oder man stürzt sich in die Wasserwelt. Der Wasserpark bietet eine sehr große Beckenvielfalt: Es gibt ein Wellenbad (Shark-Bay), ein 50m-Sportbecken (Blue Lake), ein großzügig gestaltetes Kinderbecken (Pirates Lagoon), eine Felsenlagune zum Entspannen (Coral Bay), einen Lazy River sowie mehrere große Whirlpools.


    Doch nun kommen wir zu dem, wofür ich eigentlich hergekommen bin: die Wasserrutschen. Wie ich vorhin schon erwähnt habe, finden sich in diesem Wasserpark 19 Rutschen, die (meines Wissens nach) alle von dem italienischen Hersteller „New Dieresin 2000“ stammen. Ich fange einfach mal mit den „normaleren“ Rutschen an:


    Direkt in der Nähe des Eingangs findet sich der hölzerne Aufgang zu den beiden „Anacondas“, zwei Großwasserrutschen. Diese wurden erst dieses Jahr neu beschichtet und sind nun sehr angenehm zu rutschen. Ich kann mich noch gut an letztes Jahr erinnern, da waren die Fugen eine Qual. Beide Rutschen haben ein etwas anderes Layout, aber beide sind recht kurvig, schön lang und bei sportlicher Rutschhaltung auch recht schnell. Bei einer von beiden (ich weiß nicht mehr, ob es die rechte oder die linke Rutschbahn war) kommt am Schluss ein sehr harter Richtungswechsel, bei dem man sich fast überschlägt. Beide Bahnen enden nebeneinander in einem Becken in einer kleinen Talsohle. Fazit: nicht schlecht!


    Neben der Anaconda gibt es die „Trisplash“, eine dreispurige Rutsche. Ihr Layout vollführt keine einzige Helix, sondern verläuft immer nur im Zickzack. Wenn man schaukelige Rutschen mit harten Richtungswechseln mag, ist die Trisplash genau das Richtige für einen. Sie endet in demselben Landebecken wie die Anaconda. Fazit: nicht schlecht!


    Hinter dem Wellenbad trifft man auf den „Crazy River“. Bei dieser Rutsche (geht so was eigentlich noch als Rutsche durch?) bin ich mir nicht sicher, ob sie von New Dieresin oder einer stinknormalen Baufirma gebaut wurde, da sie komplett aus Beton geformt ist.
    Etwas suboptimal ist bei dieser Rutsche, dass man zuerst für einen Reifen anstehen muss, an vollen Tagen bis zu einer dreiviertel Stunde. Hat mal aber erstmal einen Reifen, läuft man den langen Berg (ja, der Wasserpark hat Hanglage) hoch und gelangt zum Startbecken. Über diesem thront ein künstlicher Felsen mit einen Schiff oben drauf, von dem ein großer Wasserschwall auf den Crazy River hinunterfällt. Von hier aus geht es ganze zehn (!) Zwischenbecken, unterbrochen von kurzen Rutschenabschnitten mit teilweise starken Gefällen. Die Fahrt dauert insgesamt sehr lang und lässt sich wegen den vielen Zwischenstopps beliebig ausdehnen oder verkürzen. Die Strömung ist teilweise so verrückt, dass man eine Weile lang in einem Becken „steckenbleibt“, und Kollisionen mit anderen Rutschern sind auch an der Tagesordnung. Nach dem letzten Zwischenbecken geht es in einer langgezogenen und steil abfallenden Kurve zurück ins Landebecken, wo man den Reifen den Wartenden abgeben muss. Fazit: ziemlich crazy, für Fans von schnellen Rutschen aber eher nix.


    Einige Meter vom Crazy River entfernt findet sich das Landebecken der „Black Hole 2“. Hier kann man zu Stoßzeiten auch gut eine halbe Stunde und mehr auf einen Reifen warten (Doppelreifen gibt es auch hier nicht). Wenn man sich einen Reifen geholt hat, geht es den Hang nach oben zu einer orange-schwarzen Metalltreppenkonstruktion. Auch hier muss man wieder etwas warten. Von einer kleinen Plattform einige Meter über dem Lazy River starten die beiden schwarzen Röhren:
    Beide Rutschen haben einen ähnlichen, wenn auch nicht ganz identischen Verlauf. Nach dem Einstieg geht es (ohne Anfangsdrop) gemächlich durch zwei, drei Kurven. Hier hat die Röhre einen normalen Reifenrutschendurchmesser (140cm) und wird an manchen Stellen durch kleine Tageslichtpunkte erhellt, sodass es nicht ganz stockfinster ist. Dann kommt jeweils ein großer Drop, gefolgt von einer bzw. drei knackigen Kurven, bei denen man recht stark hin und her geworfen wird. Nun kommt noch ein heftiger Drop, der einen auf sehr hohe Geschwindigkeit beschleunigt. Mit dieser Abfahrt führt die Röhre unter die Erde und leitet den Rutscher in einen Edelstahltunnel; nun hat die Röhre einen größeren Durchmesser. Hier gibt es Lichteffekte und Wasserwerfer von der Decke, sogar Musik wird gespielt. Leider ist dieser Rutschenabschnitt nicht sehr lange (rund 60 Meter), dann geht es schon ins Landebecken, wo man seinen Reifen abgeben muss.
    Die Black Hole 2 ist eine recht außergewöhnliche Reifen-Black Hole mit genialen Effekten und eine meiner Favoriten im Park. Aufgrund der Heftigkeit ist der höchste Schwierigkeitsfaktor der Rutsche (schwarz!) auch angemessen. Mit Doppelreifen wäre das Teil noch geiler. Übrigens, wenn sich schon jemand über die „Zwei“ im Namen gewundert hat: Die Rutsche ist früher einmal komplett unterirdisch verlaufen und war auch ganz abgedunkelt. Der Einstieg war damals noch dort, wo heute die Rutsche „Mini Black“ steht (später dazu mehr). Für die Saison 2012 wurde sie renoviert und umgebaut und in Black Hole 2 umgetauft. Fazit: außergewöhnlich und heftig!


    Ein Stück weiter oben steht die ebenfalls hangverlegte Rutsche „Typhoon“. Es handelt sich dabei um eine fünfspurige blaue Wellenrutsche mit besonders breiten Bahnen. Am Start erklärt ein Bademeister den Gästen die richtige Rutschhaltung (verschränkte Beine und Hände hinter den Kopf), meckert aber auch nicht, wenn man auf der Rutsche später Quatsch macht (absichtliches Drehen, auf den Knien rutschen usw.). Die Rutschfahrt macht echt Spaß, da man sich oft unfreiwillig dreht, Airtime gibt es auf den Wellen aber kaum. Das Landebecken bremst recht stark ab und beschert einem häufig eine Nasenspülung. Insgesamt gesehen ist Typhoon aber eher eine Familienrutsche. Fazit: Spaßmaschine mit hoher Kapazität und geringen Wartezeiten!


    Daneben findet sich die 2013 neu erbaute Rutsche „Mini Black“, die magische Mine. Eigentlich ist die Mini Black eine Kinderrutsche (zumal man sie eigentlich nur bis zu einer Körpergröße von 1,40m benutzen darf), aber ich habe sie trotzdem einmal ausprobiert:
    Der Start liegt innerhalb eines Erdhügels. Hier geht es erst einmal in den „Tunnel 1“, einer dunklen Rutschröhre mit kleinem Durchmesser (80cm). Diese führt, begleitet von Daylight-Motiven, einige Meter hangabwärts, bevor man in einem kleinen Becken landet. Hier ist das Rutscherlebnis allerdings noch nicht zu Ende, sondern es geht von hier aus in einem niedrigen Tunnel (witzig: das war die Rutschrinne der alten Black Hole;-) hinauf zum Start einer weiteren Rutschröhre. Diese führt wieder ein Stück abwärts ins Endbecken.
    Fazit: ein Geheimtipp für Kinder!


    Neben der Mini Black liegt der Aufgang zu einer Extremrutsche: „Water Jump“, die Wasserschanze! Auch hier gibt es zuweilen sehr lange Wartezeiten. In geschätzten zehn bis zwölf Metern Höhe liegt der Start der beiden parallel verlaufenden Rutschen. Auffällig: der Durchmesser der Rutschröhren beträgt 140cm, ist also eigentlich als Reifenrutsche angedacht. Die Fahrt startet mit einem recht steilen und langen Drop in die Tiefe, dann wird man auf eine Art Gummimatte geleitet. Diese vollführt nun einen Hügel, den man mit Vollkaracho nimmt, am Scheitelpunkt abhebt und man ein ganzes Stück weiterschanzt, bis man in das zwei Meter tiefer gelegene Landebecken einschlägt. Das Gefühl des Fliegens ist hier sogar noch intensiver als bei den „Highflys“ des Herstellers Klarer (zB. Fildorado, Galaxy Erding usw). Fazit: sehr kuriose, aber spaßige Extremrutsche!


    In der Nähe der Wasserschanze gibt es die „Kamika“, eine als Vulkan gestaltete doppelte Kamikaze-Rutsche. Der Treppenaufgang ist komplett innerhalb des künstlichen Vulkans, der das Herzstück des Wasserparks ausmacht. Die Rutsche startet aus einer Höhe von geschätzt 15 Metern. Von hier aus vollführt die Bahn zuerst einen Drop, bei dem man etwas Speed aufnimmt, dann eine kurze Gerade und schließlich kommt die große Abfahrt. Bei dieser kann man sogar einige Meter fliegen, denn der Knick nach unten kommt sehr plötzlich; macht definitiv Spaß. Schließlich wird man wieder (unter recht hohen Kräften) in die Waagrechte geleitet und man schlittert über die sehr lange Auslaufstrecke, wo man trotz der hohen Geschwindigkeit überraschend sanft zum Stillstand gebracht wird. Den Kopf sollte man aber während der Rutschfahrt sehr gut festhalten, nur so als Tipp.
    Fazit: sehr spaßige Extremrutsche!


    Nun komme ich zum letzten und höchsten Turm des Wasserparks, von dem aus zwei extreme Rutschanlagen starten.
    Beim Aufstieg gelangt man in einer Höhe von rund zwanzig Metern zur „Twin Peaks“, der Hügelrutsche. Diese darf nur zu zweit in Doppelreifen genutzt werden. Den Anfang macht ein rund 25m tiefer, wirklich sehr steiler Sturz, bei dem der Reifen für einige Sekunden den Kontakt zur Rutschwanne verliert. Mit Vollkaracho geht es durch eine Talfahrt und dann über einen Hügel, an dessen Spitze man mit harten Wasserfällen bespritzt wird. Wer zu leicht ist und den Berg nicht schafft, rutscht zurück ins Tal und kann dort über eine Nottreppe aussteigen. Hat man die Spitze des Camelbacks erklommen, geht es in einer kleineren Abfahrt weiter zum Landebecken, wo man mit dem Reifen sanft zum Stillstand gebracht wird.
    Wer diese verrückte Wasserrutsche ausprobieren will, der sollte es gleich morgens tun, da es später sehr hohe Wartezeiten geben kann. Die Wasserrutsche macht echt richtig Spaß; schade eigentlich, dass dieses affengeile Rutschenkonzept noch nicht in Deutschland zu finden ist (aber vielleicht in ferner Zukunft ja mal…).
    Fazit: pure Spaßmaschine für Mutige!


    Doch auch wenn die letzten drei Rutschen sich bereits heftig angehört haben, so sind sie doch nichts im Vergleich zur letzten Rutschanlage dieses Turms:
    Die „Stukas Boom“, zwei parallel verlaufende Freefallrutschen mit Falltürstart! Mit einer Höhe von sage und schreibe 32 Metern und einer Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h sind sie die höchsten und schnellsten Körperrutschen Europas. Einige Treppenwindungen höher als die Twin Peaks trifft man auf die beiden Startkapseln dieser Hochgeschwindigkeitsrutsche. Die Höhe ist echt abnormal und furchteinflößend, aber es ist immer schön mitanzusehen, wenn hier selbst die größten und „härtesten“ Angeber ihre Eier verlieren und wieder zurückgehen. Das Gefälle beträgt am Start 75°, das ist echt gefühlter freier Fall. Die Falltüren sind ein wenig eine Billigkonstruktion, denn sie geben ein wenig nach, wenn man auf sie draufsteht (!). Ein großes Lob hier an die Bademeister, die für die Fallklappen zuständig sind; die sind immer mal für einen Spaß gut oder ermutigen ängstliche Besucher zum Rutschen. Wenn sich die Falltüren mit einem lauten Knall (daher vermutl. auch der Name) öffnen, beschleunigt man sehr schnell auf hohe Geschwindigkeiten. Die Fugen sind sehr gut verarbeitet. Die Fahrt dauert länger als man denkt, bevor man sehr rabiat im Landebecken einschlägt. Die Auslaufrinne ist zwar nicht sehr hoch aufgefüllt (ca. 10cm) und man bremst auch nicht sehr abrupt ab, aber es fühlt sich an, als würde man über rauen Beton schlittern. Hier muss man unbedingt die Beine überkreuzt lassen. Die Landung ist eigentlich auch der einzige Kritikpunkt an den Stukas: Auch wenn man hier gern viel öfter rutschen würde, aber mehr als drei bis fünf Mal am Tag macht der Rücken diese Landung nicht mit. Kurios: Eine Bademeisterin hat mich in der Startkapsel einmal losgeschickt, als der vorherige Rutscher noch in der Auslaufrinne stand. Zum Glück ist nichts passiert.
    Fazit: Für Adrenalinjunkies das beste, was es gibt!


    So, das waren nun alle Rutschen des Wasserparks. Zur Gastronomie des Caneva Aquaparks: Im Fischerdorf gibt es einige Stände, wo man Pizza, Kebab, Hamburger, Eis und anderes essen kann. Die Essensportionen sind meistens in Relation zum Preis etwas zu klein, vom Geschmack her sind sie aber gut.
    Auffällig ist auch die Personalpräsenz im Park. An jedem Becken und jeder Rutsche ist mindestens ein Bademeister postiert, manchmal sogar noch mehr (zB. Crazy River).


    Fazit: Der Caneva Aquapark beherbergt ein großes Angebot an Wasserattraktionen, die sowohl für Adrenalinjunkies als auch Kinder und Familien begeistern können. Mit Wasserrutschen wie Stukas, Twin Peaks und Water Jump hat der Park sogar ein Alleinstellungsmerkmal in ganz Europa. Der Eintrittspreis ist zwar relativ hoch, lohnt sich aber vor allem für Rutschenfans voll und ganz. Wer gerade am Gardasee oder den umliegenden Regionen Urlaub macht, für den ist der Caneva Aquapark ein hervorragender Tagesausflug!


    Meine Wertung (die Bewertung der Rutschen zählt doppelt!):
    Gestaltung: ++
    Größe: ++
    Beckenvielfalt: ++
    Hygiene: O
    Temperatur: +
    Rutschen: ++
    Umkleiden: O
    Personal: ++
    Eintrittspreis: Θ
    Gesamt: + (1,8)

    Hi,
    erstmal danke für das tolle Feedback! ;)
    Das mit dem Freibad-Preis hab ich im Bericht etwas durcheinander gebracht; das zahlt man nicht extra, wenn man für den Eintritt ins Hallenbad bezahlt.
    Am Außenbecken hat sich eigentlich nichts Größeres verändert.

    Jau, mein erster Rutscherlebnis-Bericht… ;)
    Am 13. Juli habe ich das Schenkenseebad in Schwäbisch Hall (Baden Württemberg) besucht. Leider habe ich keine Fotos mitgebracht.


    Der Eingangsbereich ist sehr großzügig angelegt, neben der Kasse gibt es eine kleine Bäckerei und einen Laden für Schwimmsachen. Eine Erwachsenen-Tageskarte fürs Hallenbad kostet 8€, für den Zutritt zum Freibad zahlt man noch einen Aufschlag von 4,40 €. Ich persönlich finde den Preis in Relation zu den Angeboten recht angemessen und kann es nur empfehlen, den Eintritt für das Freibad zusätzlich zu zahlen. An der Kasse bekommt man ein Armbändchen, mit dem man später in den Freibadbereich gelangen kann.
    Ist man durch ein Drehkreuz gegangen, geht es eine Treppe hinab ins Untergeschoss, wo der riesige Umkleidebereich liegt. Trotz des Alters dieses Bereiches sind alle Kabinen und Schränke sehr sauber und neu. Dieser Teil des Gebäudes ist übrigens aufgrund seines Alters denkmalgeschützt, denn er stammt noch aus der NS-Zeit.


    Durch einen langen Gang, dem sich Duschen und Toiletten anschließen, gelangt man in das Hallenbad. In der großen Haupthalle liegen das 50m-Sportschwimmbecken, ein Sprungturm mit 1m und 3m-Brettern sowie ein Ruheplatz mit Liegen, der erst dieses Jahr neu angebaut wurde. Etwas abseits davon finden sich ein Dampfbad, ein großer Whirlpool und das große Kinderbecken. Eine Etage höher liegt das Restaurant, von dem aus man auf das Sportbecken blicken kann.
    Alle Becken im Hallenbad haben genau die richtige Temperatur; selbst das Sportbecken ist nicht zu kalt (wie es in vielen Bädern leider der Fall ist). Die Gestaltung läst meiner Meinung nach hier etwas zu wünschen übrig. Einzig der Kinderbereich ist mit den Kunstfelsen und dem Schiff schön gestaltet, ansonsten gibt es kaum Bepflanzung oder ähnliches. Auch die neue Ruhetribüne ist viel zu spartanisch gehalten.


    Doch nun kommen wir zum Rutschenturm, der sich hinter der Sprunganlage in Form einer Wendeltreppe nach oben schraubt und zwei geniale Wasserrutschen beherbergt:
    In 7 Metern Höhe startet die erste Rutsche: Eine rote X-Tube von Wiegand-Maelzer mit einer Länge von 111m und einem mittleren Schwierigkeitsgrad. Sie wurde erst nachträglich im Jahr 2009 in den Turm integriert und ersetzte damit die alte und marode Großwasserrutsche (FGGT).
    Die Rutsche startet mit einem Drop, worauf sich eine längere Rechtshelix anschließt. Darauf folgt ein Element, welches die Rutsche in weitem Umkreis zu einer Besonderheit macht: Die Aufwärtsstrecke. Wie bei einem Master Blaster wird man hier per Wasserdüsen ein Stück nach oben transportiert. Danach folgen noch vier Kurven, bei denen man besonders mit Doppelreifen stark nach oben schaukelt und fast umkippen kann, dann endet die X-Tube im Auslaufbecken.
    Die Rutsche macht Spaß, insbesondere mit Doppelreifen, und die Aufwärtspassage gibt noch einen zusätzlichen Kick. Trotzdem ist die Rutsche ein wenig kurz geraten und die Fahrt ist recht schnell vorbei.
    Weiter geht es ganz oben im Rutschenturm, nämlich in einer Höhe von 13 Metern. Der Turm selbst besteht übrigens vollständig aus Glas, sodass man eine gute Aussicht hat. Hier startet eine 105m lange Black Hole des Herstellers Klarer aus dem Jahre 2002. Von außen ist die Rutsche gelb und besitzt eine Isolierung. Freigegeben ist sie ab 8 Jahren, was in meinen Augen angemessen ist.
    Die Fahrt beginnt mit einem kleinen Drop und einer Linkskurve. An dieser Stelle gibt es zwei Fugen, die stark zu spüren sind, der Rest ist gut verarbeitet. Darauf folgt ein sehr harter Richtungswechsel mit anschließender Rechtkurve. Weiter geht es mit einer weiteren Linkshelix und einer kurzen Gerade, die von innen weiß beschichtet ist. Bisher hatte die Rutsche den Verlauf einer stinknormalen Röhrenrutsche, doch nun wird es rabiat. Es folgt eine lange Rechtshelix mit abnormal steilem Gefälle (35 Grad!), in der man schneller und schneller wird, bis man fast Turborutschenniveau erreicht hat und sehr starke Kräfte wirken. Als Finale kommt noch ein knackiger Jump, den man aufgrund der Geschwindigkeit einfach überfliegt und sofort in den Sofa-Auslauf katapultiert wird und man eine ordentliche Nasenspülung verpasst bekommt.
    Die Black Hole ist die schnellste Nicht-Turborutsche, die ich kenne, und überbietet fast noch den Blauen Wal im Miramar. Die Schwierigkeitsstufe „mittel“ ist hier fast schon grenzwertig, denn ich habe in anderen Bädern schon „schwierige“ Rutschen erlebt, die harmloser waren.
    Aber auch sonst ist die Black Hole richtig genial, zumal sie mit Effekten wie Laufringen, Stroboskoplichtern, Diskoeffekten, UV-Bilder und Wasserfällen vollgepackt ist. Kurz gesagt: eine richtig geniale Klarer-Röhre!


    Neben den Rutsch-Landebecken befindet sich der Ausgang zu einem warmen Außenbecken mit Massagedüsen und Wasserstrahlern. Von diesem Becken aus gelangt man in den Außenbereich: Durch ein Drehkreuz gelangt man ins Freibad:
    Das Freibad ist sehr idyllisch auf einer großen Wiesenfläche mit einigen Bäumen gelegen. Es enthält ein Nichtschwimmerbecken, einen kleinen Kinderbereich sowie ein weiteres 50m-Sportbecken. Im hinteren Bereich findet sich ein großer Sprungturm, der neben den gängigen Sprunghöhen auch mit 7,5 und 10 Meter Brettern aufwartet. Ein großes Lob gilt hier dem freundlichen Personal, dass die Leute hier zum Springen ermutigt.


    Im Freibad gibt es drei verschiedene Wasserrutschen, von denen jede einen separaten Treppenaufgang besitzt. Die erste ist eine 69m lange blaue Freirutsche von Klarer, die 2002 gleichzeitig mit der Black Hole im Bad installiert wurde. Das Layout besteht im Wesentlichen aus einer doppelten Acht, danach landet sie in einem Sofa-Auslauf. Insgesamt ist die Rutsche recht langsam und vom Verlauf her eine typische Freibadrutsche eben.
    Die zweite Rutsche im Freibad ist eine Edelstahl-Breitrutsche von Wiegand-Maelzer. Diese ist 3m breit, 11m lang und wurde 2004 erbaut. Die Rutsche besteht aus drei aufeinander folgenden Wellen, bei denen man aber kaum abheben kann, bevor sie ins Nichtschwimmerbecken mündet. Diese Breitrutsche ist ganz nett, zumal man hier auch kniend oder rückwärts rutschen kann, aber auch nichts Besonderes.
    Aber dann gibt es ja noch die dritte Rutsche im Freibad, und die schlägt alle anderen um Längen:
    Die Edelstahl-Freefall von Wiegand-Maelzer! Diese ist 11m hoch, über 30m lang und stammt aus dem Jahr 2002. Die Altersfreigabe liegt bei 12 Jahren, wobei hier auch schon Jüngere gerutscht sind. Mittels einer blauen Wendeltreppe gelangt man zum Start der Rutsche, wo es wider Erwarten kein Drehkreuz und auch kein achtgebendes Personal gibt, nur eine Ampel. Die Wartezeiten sind hier eigentlich nie höher als 5 Minuten, auch an vollen Tagen.
    Das Prinzip der Edelstahl-Freefalls ist ja bereits von Erding&Co bekannt. Man setzt sich auf die Kante, lässt los und rutscht sofort das Steilstück mit einem Gefälle von 60 Grad hinab. Unten angekommen, schlägt man bei dieser Rutsche mit rund 40 km/h in das enge, recht tief aufgefüllte Landebecken ein. Die Landung selbst ist recht hart und ruppig, aber noch ertragbar. Im Vergleich zu der nur ein Meter niedrigeren Freefall im Galaxy Schwarzwald ist sie aber viel heftiger. Ist man zum Stehen gekommen, verlässt man den übertunnelten Landebereich über ein Drehkreuz, sodass oben der nächste starten kann. Insgesamt gesehen also eine echt geniale und genauso heftige Freefallrutsche, die aber gerne einen etwas sanfteren Auslauf haben dürfte.


    Im Freibad gibt es noch eine kleine Gastronomie. Das Essen dort ist in Ordnung; ich hab zwar in Freizeitbädern schon bessere, aber auch schon viel schlechtere Mahlzeiten gesehen. Das Restaurant im Hallenbad habe ich nicht besucht und kann deshalb nichts darüber erzählen.
    Zum Schenkenseebad gehört außerdem ein großer moderner Saunapark mit großzügiger Gartenanlage, 6 Saunen (Talo-Sauna, Erdsauna, Finnische Sauna, Panoramasauna, Aromasauna und Sanarium), einem Dampfbad und vielen Wellnessangeboten. Dieser Bereich wurde erst letztes Jahr vollständig saniert. Besucht habe ich ihn allerdings nicht.


    Fazit: Das Schenkenseebad in Schwäbisch Hall ist ein geniales Freizeit- und Erlebnisbad, das rutschentechnisch gesehen gut mit den umliegenden großen Bädern wie Fildorado, Miramar oder Galaxy Schwarzwald mithalten kann. Auch die Vielfalt der anderen Wasserangebote (Schwimmbecken, Sprungtürme, Kinderbereich etc.) ist sehr üppig. Ich selbst hatte einen Anfahrtsweg von einer Stunde, aber eine etwas längere Anreise würde sich für dieses geile Bad genauso lohnen.


    Meine Wertung (die Bewertung der Rutschen zählt doppelt!):
    Gestaltung: O
    Größe: ++
    Beckenvielfalt: ++
    Hygiene: ++
    Temperatur: ++
    Rutschen: ++
    Umkleiden: ++
    Personal: ++
    Eintrittspreis: +
    Gesamt: ++ (1,3)