Beiträge von Bahnschalker

    inspiriert durch deinen Bericht machten wir gestern spontan einen Zwischenstopp in Weinheim. Das Miramar war brechend voll (ja, es geht noch voller, etliche Schränke waren frei) und das Publikum teilweise grenzwertig. Baderegeln? Warum sowas? Das galt nicht nur für den Rutschenbereich sondern für das gesamte Bad.


    Bei den Rutschen ist mir folgendes aufgefallen. Die Reifen sind allesamt kleiner geworden. Alle mit Griff. Die Vollgummireifen scheint es nicht mehr zu geben.


    Den Twister bin ich nur einmal gerutscht. Im Trichter floss weniger Wasser als bei vorherigen Besuchen (an der obersten Stelle kam kein Wasser heraus). So wurde ich sehr unsanft gebremst und blieb sogar Richtung Auslauf hängen. Ob es an dem Wasserfluss lag oder den Minireifen - keine Ahung.


    In der Therme meinten mehrere Besucher, dass das Wasser sehr kalt war. Insgesamt kann man den Besuch unter "selber schuld" abhaken.


    Noch eine Kleinigkeit: Beim legendären Blizzard erschien es mir so, dass der ursprüngliche Verlauf wieder angepasst wurde. In der Mitte ist ein kurzes gerades Stück. Eigentlich kann ich mir es nicht wirklich vorstellen. Vielleicht spielt mir meine Erinnerung auch einen Streich.

    Die Energiekrise zeigt erste Auswirkungen auf Schwimmbäder. In Nürnberg schließen 3 von 4 Hallenbädern vorübergehend. Dafür wird die Freibadsaison verlängert. So will man Energie sparen. Steigende Energiepreise werden für Erlenbbäder eine Riesenherausforderung. Noch höhere Eintrittspreise werden viele Kunden nicht aufbringen können. Gleichzeitig müssen viele Bäder investieren. Das wird ein schwieriger Spagat.

    Zwei Sätze sind auffällig in dem Artikel: " Hin und wieder kocht das Thema in den sozialen Netzwerken hoch - aber auch schnell wieder runter." Ob damit die kleine aber feine Rutscherlebnis-Community gemeint ist?😁


    Ernüchternd ist der letzte Satz: "Ein Zeithorizont ist nicht definiert". Spekulation meinerseits: Demnächst wird kommuniziert, dass zu den bisher veranschlagten Kosten nicht gebaut werden kann. Entweder wird das Projekt zeitlich oder inhaltlich gestreckt (erstmal ohne Rutschenwelt?). Oder die Partner einigen sich auf eine neue Kostenverteilung. Das führt vor allem zu einem: Weiteren zeitlichen Verzögerungen. Oder zum Aus auf Raten für ein spannendes Projekt.

    Neben den großen Playern wie Therme Erding, Tropical Island oder Rulantica gibt es auch kleinere Anlagen mit einem Zugang vom Hotel in die Therme. Die Ostsee-Therme Scharbeutz, die Westfalentherme in Bad Lipspringe oder der Hansedom in Stralsund fallen mir da spontan ein.


    Andere Bäder würden gerne Hotels bauen, um ihre Bäder aufzuwerten. Beim Miramar in Weinheim gibt es wohl schon länger Pläne. Und genauso lange Widerstände gegen solche Projekte. Dann gibt es Bäder, wo sich ein solches Projekt garantiert rechnen würde, es scheinbar aber niemand auf dem Schirm hat. Palm Beach in Stein, Europabad in Karlsruhe oder auch beim Aqualand in Köln. Von Projekten, die sich inklusive Hotel rechnen würden, wie die "Therme auf Schalke", ganz zu schweigen.


    Sucht ihr Erlebnisbäder auch als Kurzurlaubsziel inklusive Übernachtung aus? Oder ist der Besuch nur ein Tagesausflugsziel? Welches Potenzial haben Hotels an kleineren Standorten?

    Das ist fürchterlich. Ich hoffe, dass die verletzten Frauen schnell wieder gesunden. Was ich schwer nachvollziehen kann, wieso die Frau 80 Minuten in der Rutsche gefangen war. Normalerweise öffnet die Rutsche doch einmal pro Stunde. Zudem müsste doch die Technik anzeigen, dass die Rutsche nicht frei ist. Ist das auch so, wenn die Rutsche zwischenzeitlich ausgeschaltet wird? Und die Rutsche wird von zwei Mitarbeitern betrieben, die per Funk miteinander verbunden sind. Da muss einiges geklärt werden. Das ist Aufgabe der zuständigen Behörden.

    Bericht vom heutigen Besuch: Einlass ab 9.30 Uhr bis 10 Uhr. Wir waren schon um kurz nach 9 da. Leider tat sich nichts. Die Schlange wurde immer länger. Der Einlass war nicht möglich.


    Um kurz vor zehn öffneten sich doch die Kassen. Onlinetickets eingescannt und hinein. Da wir relativ früh da waren, nutzen wir gleich die Gunst der Stunde, um die Monster-Halfpipe mit wenig Wartezeit zu nutzen.


    Nicht in Betrieb waren der Wildbach und die Dampfbäder. Abstände wurden auch nicht eingehalten. Insgesamt war es sehr voll. Das ist besser als gnadenlos überfüllt (was ohne Corona wohl der Fall gewdsen wäre). Leider gab es kein Geld zurück, wenn der Einlass erst verspätet möglich ist oder Attraktionen nicht in Betrieb sind. Fair geht anders.

    Die Frage an die Kinder: Wohin wollt ihr in den Herbstferien? Die Antwort: Badeparadies Schwarzwald. Das Hotel war schnell gefunden. 4,5 Stunden Eintritt mit Hochschwarzwaldcard (nein, die ist nicht kostenfrei, die Kosten sind auf den Übernachtungspreis umgelegt) 8 Euro pro Person.


    Soweit, so gut. Zuhause zur Online-Buchung registriert. Eine Buchung mit der Hochschwarzwaldcard ist nur mit der Nummer der Card möglich. Diese bekommt man vor Ort.


    Nach Ankunft um 15 Uhr zunächst auf den Titisee. Dort eine Schiffchenfahrt als Card-Leistung. Auf dem Schiff dann das Anmeldeformular für das Badeparadies geöffnet. Heute, morgen und Freitag ausgebucht. Das erkennt man aber nicht sofort. Eine Besucherampel - woanders Standard - gibt es nicht. Die Card - teuer mitbezahlt- leider nutzlos. Am Samstag ist noch etwas frei. Nur leider ist die Hochschwarzwaldcard dann nicht mehr gültig, da wir sie am Anreisetag nutzten.


    Also für Samstag die Karten gekauft. Der genaue Preis steht auf der Zimmerrechnung. Unser letzter Aufenthalt im Hochschwarzwald. Nein, es geht nicht um Corona. Es geht um das Besuchermanagement. Lösungen sowohl per E-Mail als auch telefonisch konnten nicht angeboten werden. Warum es Bäder mit nahezu keinen Einschränkungen mehr gibt und andere dagegen Kunden vergraulen (müssen), erschließt sich mir nicht. Bei einer 48er Inzidenz sind woanders längst Lockerungen üblich.

    Mittelfristig kann das nur der Anfang im alten Rutschenturm sein. Alle Rutschen inklusive Turboblitz haben ja ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel und sind eigentlich am Ende ihrer Nutzungsdauer.


    Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Corona-Schließtage der Galactica so zusetzten, dass eine Reparatur sich nicht mehr rechnete.


    Meine Hoffnung ist, dass mittelfristig auch das Treppenhaus saniert wird. Aber bitte keinen Aktionskünstler engagieren wie im Miramar. Die Idee ist ja gut, aber durch die ständige Feuchtigkeit löst sich die aufgesprühe Farbe mit der Zeit.


    Und ja: Das Palm Beach ist die Nr. 1 für Rutschenfreunde. Das Miramar ist aber nur knapp dahinter.🙂

    Urlaub an der Ostsee. Gestern Abend der Besuch in der Ostsee-Therme. 46 Euro für gut zwei Stunden ohne Sauna. Das war schon der Familientarif für zwei Erwachsene und zwei Kinder. Mit einem Wort: Unverschämt.


    Da der Reddevil aber schon länger auf der Liste steht: Hinein. Zunächst galt es Corona-Tests für die Kinder zu machen. Die Erwachsenen sind doppelt geimpft. Diese wurden auch akribisch geprüft. Nicht sehr freundlich die Dame an der Kasse. Eher genervt. Verständlich, wenn man gefühlt 100 Mal am Tag dasselbe sagen muss.


    Im Bad war alles coronakonform ausgeschildert. Laufwege etc. Es war auch nicht sonderlich voll. Kein Wunder bei den Eintrittspreisen.


    Das Bad ist insgesamt okay. Highlights sind natürlich die Rutschen. Im Rutschenturm, der stark an den alten Turm in Weinheim (ohne Graffiti) oder an das ehemalige Aqaudrom in Bochum erinnert, herrschte ziemlich stickige Luft. Aber es war auszuhalten. Kleine Fenster gaben zwischendurch den Blick auf Strand und Ostsee frei (wo ein Rettungsgroßeinsatz - ein Mensch war vermisst- lief).


    Die Rutschen: Die Rote Rutsche ist ein Muss für jeden Rutschenfreund. Man startet in normaler Geschwindigkeit und wird nach wenigen Metern geradezu abgesaugt. Ein Wimpernschlag später landet man auch schon im Landebecken. Die Landung habe ich schon härter erlebt (Miramar). Aber gerade deshalb macht es Spaß. Ich hatte meine Hände hinter dem Kopf. So hüpfte ich quasi über das Wasser bei der Landung.,Hatte was...


    Die grüne Rutsche war jetzt nicht so meins. Sie ist ok. Aber davon gibt es mittlerweile genügend im Land. Den Kindern gefiel sie allerdings.


    Das (negative) Highlight gab es zum Schluss. Ansage um 21.45 Uhr: "Die Ostsee-Therme schließt in 15 Minuten. Wer nicht bis 22.10 Uhr an der Kasse war, muss eine Nachzahlung leisten!" Das ist, wie eingangs erwähnt, unverschämt. Einmal und so schnell nicht noch einmal hin. Trotz roter Rutsche.

    Vielleicht geht es nach dem Motto: Erst das Wasser, dann die Becken! Wäre blöd, wenn das Schwimmbad steht und dan kein Wasser hochgepumpt werden kann.


    Gibt es eigentlich ein offizielles Bautagebuch bzw einen Fahrplan? Spannend wäre auch, ob das ursprüngliche Budget noch ausreicht. Bauen kostet ja immer mehr Geld heutzutage.

    Die Situation ist in der Tat sehr komplex. Nach Corona werden Investitionen schlicht woanders gebraucht werden. Konzepte, die bereits verabschiedet waren, lassen sich nicht mehr umsetzen, auch weil Baukosten explodieren.


    In meiner Heimatstadt Gelsenkirchen gibt es den politischen Konsens für ein 4+2 Bäderkonzept. Der Abriss und Neubau der zwei größten Bäder der Stadt ist aus meiner Sicht finanziell nicht mehr zu stemmen. Die Betreiber (Stadtwerke 5 Bäder) und RVR-Freizeit GmbH (1 Bad) werden kooperieren müssen. Weniger Quantität und mehr Qualität, das kann auch eine Chance sein. Für Gelsenkirchen hieße das aus 4+2 ein 2:1. Zwei Ganzjahresbäder (Therme auf Schalke und Kombibad im Gesundheitspark Nienhausen) und das Hallenbad in Buer.


    Schaut man nach Osnabrück oder auch nach Hagen haben vergleichbare Kommunen mit ihren Konzepten viel richtig gemacht.